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Zahnzusatzversicherung: Lohnt sich das wirklich? Die ehrliche Kosten-Nutzen-Analyse

Bei einem Implantat zahlen Sie ohne Versicherung über 2.000 Euro selbst. Mit gutem Tarif: 250 Euro.

Das Wichtigste in Kürze

  • check Die GKV zahlt je nach Bonusheft 60 bis 75 Prozent der Regelversorgung. Bei hochwertigem Zahnersatz bleibt ein hoher Eigenanteil.
  • check Ohne Versicherung liegt der Eigenanteil beim Zahnersatz bei etwa 1.100 Euro. Bei einem Implantat oft über 2.000 Euro.
  • check Monatliche Beiträge liegen je nach Alter zwischen 13 und 57 Euro. Gute Tarife erstatten bis zu 90 Prozent der Kosten.
  • check Bei einer Implantat-Behandlung kann die Ersparnis höher ausfallen als Jahre an gezahlten Beiträgen zusammen.
  • check Frühzeitiger Abschluss sichert günstigere Beiträge und vermeidet Einschränkungen durch bestehende Zahnprobleme.
Zahnzusatzversicherung: Lohnt sich das wirklich?
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Inhaltsverzeichnis

1. Versichern oder selbst sparen?

Ob sich eine Zahnzusatzversicherung lohnt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nur einen Festzuschuss für die Regelversorgung, der je nach Bonusheft zwischen 60 und 75 Prozent der Standardbehandlung abdeckt. Bei hochwertigem Zahnersatz wie Implantaten oder Vollkeramik-Kronen entstehen schnell Eigenanteile von mehreren hundert bis mehreren tausend Euro.

Im Durchschnitt zahlen Patienten etwa 1.100 Euro aus eigener Tasche, wenn Zahnersatz nötig wird. Eine Zahnzusatzversicherung kann einen Großteil dieser Kosten auffangen. Die Beiträge liegen je nach Alter und Leistungsumfang zwischen 8 und 70 Euro monatlich. Für viele Menschen stellt sich daher die Frage: Rechnet sich der Versicherungsschutz, oder ist eigenständiges Sparen die bessere Wahl?

2. Was Zahnersatz wirklich kostet

Zahnersatz kann teuer werden. Die Kosten variieren stark je nach Behandlung und Material. Eine einfache Zahnkrone in der Regelversorgung kostet etwa 400 Euro, während eine Vollkeramik-Krone zwischen 700 und 1.000 Euro liegt. Für ein Zahnimplantat mit Krone müssen Sie mit 1.200 bis 3.000 Euro rechnen, eine Zahnbrücke schlägt mit rund 920 Euro zu Buche.

Was zahlt die gesetzliche Krankenkasse?

Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt für Zahnersatz einen befundbezogenen Festzuschuss. Dieser deckt einen Teil der Regelversorgung ab, nicht jedoch die tatsächlichen Behandlungskosten. Ohne Bonusheft erhalten Sie 60 Prozent des Festzuschusses. Nach fünf Jahren regelmäßiger Vorsorge steigt der Anteil auf 70 Prozent, nach zehn Jahren auf 75 Prozent.

Eigenanteile bei verschiedenen Behandlungen

  • Zahnkrone Regelversorgung: etwa 160 Euro Eigenanteil
  • Vollkeramik-Krone: rund 660 Euro Eigenanteil
  • Zahnbrücke: 230 bis 370 Euro je nach Bonusheft
  • Zahnimplantat mit Krone: häufig über 2.000 Euro Eigenanteil

Der Festzuschuss orientiert sich immer an der Regelversorgung. Wählen Sie eine höherwertige Versorgung wie Implantate oder Vollkeramik, bleibt die Zuzahlung der Kasse gleich. Die Differenz zwischen Festzuschuss und tatsächlichen Kosten müssen Sie selbst tragen. Bei einem Implantat für 3.000 Euro erhalten Sie beispielsweise nur etwa 550 Euro Zuschuss. Der Eigenanteil beträgt dann rund 2.450 Euro.

Diese Deckungslücke ist der Hauptgrund, warum viele Menschen über eine Zahnzusatzversicherung nachdenken. Sie kann je nach Tarif 70 bis 100 Prozent der Kosten übernehmen und den Eigenanteil deutlich reduzieren.

3. Wann lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?

Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich vor allem dann, wenn Sie Wert auf hochwertigen Zahnersatz legen. Wer bei Bedarf Implantate oder Vollkeramik-Kronen bevorzugt, kann bei einer einzigen Behandlung 1.000 bis 2.500 Euro sparen. Die monatlichen Beiträge bewegen sich je nach Alter zwischen 13 und 57 Euro, was einer jährlichen Investition von etwa 150 bis 700 Euro entspricht.

Für wen ist der Abschluss sinnvoll?

  • Wunsch nach hochwertigem Zahnersatz: Implantate und Vollkeramik verursachen hohe Eigenanteile, die eine Versicherung abfedert
  • Personen ab 35 Jahren: Statistisch steigt der Zahnersatz-Bedarf ab diesem Alter, niedrigere Beiträge bei frühem Abschluss
  • Familiäre Vorbelastung: Genetische Veranlagung zu Zahnproblemen erhöht das Risiko für aufwändige Behandlungen
  • Regelmäßige PZR-Nutzer: Professionelle Zahnreinigung (80 bis 150 Euro) wird häufig bis zu 200 Euro pro Jahr erstattet

Wann lohnt sich die Versicherung nicht?

  • Regelversorgung reicht aus: Die GKV zahlt 60 bis 75 Prozent, den Rest können Sie selbst ansparen
  • Bereits bestehende Zahnprobleme: Wartezeiten und Gesundheitsfragen können den Versicherungsschutz einschränken
  • Geringes Budget: Bei finanziellen Engpässen kann die Härtefallregelung der GKV 100 Prozent der Regelversorgung abdecken
  • Sehr gute Zahngesundheit: Wenig Behandlungsbedarf absehbar, Geld besser in Vorsorge investieren

Beispielrechnung: Wann rechnet sich die Versicherung?

Angenommen, Sie zahlen 25 Euro monatlich. Nach fünf Jahren haben Sie 1.500 Euro in die Versicherung investiert. Benötigen Sie dann ein Implantat für 3.000 Euro, erstattet ein guter Tarif mit 90 Prozent etwa 2.200 Euro. Ihr Eigenanteil sinkt von 2.450 auf etwa 250 Euro. Die Ersparnis beträgt rund 1.000 Euro nach Abzug der Beiträge.

Wer dagegen nur Regelversorgung nutzt und keine größeren Behandlungen benötigt, zahlt möglicherweise mehr in die Versicherung ein, als er zurückerhält. In diesem Fall kann eigenständiges Sparen die bessere Alternative sein.

4. Fazit

Ob sich eine Zahnzusatzversicherung für Sie lohnt, hängt von Ihren Ansprüchen an Zahnersatz und Ihrer persönlichen Risiköinschätzung ab. Wer hochwertigen Zahnersatz bevorzugt, kann bei einer einzigen Implantat-Behandlung mehr sparen, als mehrere Jahre Beiträge kosten. Für Menschen, denen die Regelversorgung ausreicht, ist eigenständiges Sparen häufig die wirtschaftlichere Lösung.

Ein früher Abschluss sichert günstigere Beiträge und vermeidet Einschränkungen durch bereits bestehende Zahnprobleme. Achten Sie bei der Tarifwahl auf die Erstattungshöhe für Zahnersatz, mögliche Wartezeiten und die Zahnstaffel in den ersten Versicherungsjahren. Ein Tarifvergleich hilft Ihnen, den passenden Schutz für Ihre Bedürfnisse zu finden.

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5. Häufige Fragen

Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich vor allem, wenn Sie hochwertigen Zahnersatz wie Implantate oder Vollkeramik-Kronen wünschen. Bei einem Implantat liegen die Kosten bei 1.200 bis 3.000 Euro, wovon die gesetzliche Kasse nur etwa 550 Euro Festzuschuss zahlt. Der Eigenanteil von über 2.000 Euro kann durch eine Versicherung auf wenige hundert Euro sinken. Auch wer regelmäßig professionelle Zahnreinigung nutzt, profitiert: Die Kosten von 80 bis 150 Euro pro Behandlung werden häufig erstattet. Je früher Sie abschließen, desto günstiger sind die Beiträge.
Wenn Ihnen die Regelversorgung der gesetzlichen Kasse genügt, lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung in der Regel nicht. Die GKV zahlt bereits 60 bis 75 Prozent der Kosten für Standardversorgung. Bei geringem Budget ist es häufig sinnvoller, den Eigenanteil selbst anzusparen. Auch bei bereits bestehenden Zahnproblemen kann es schwierig werden: Wartezeiten von meist 8 Monaten und Gesundheitsfragen schränken den Schutz ein. Wer sehr gute Zahngesundheit hat und wenig Behandlungsbedarf erwartet, sollte das Geld lieber in Vorsorge wie die professionelle Zahnreinigung investieren.
Die monatlichen Beiträge für eine Zahnzusatzversicherung liegen je nach Alter und Tarif zwischen 8 und 70 Euro. Für 30-Jährige beginnen Basis-Tarife ab etwa 17 Euro, Premium-Tarife mit 100 Prozent Erstattung kosten rund 30 bis 38 Euro monatlich. Mit 50 Jahren liegen die Beiträge zwischen 27 und 57 Euro. Jährlich bedeutet das etwa 100 bis 700 Euro. Ein Rechenbeispiel: Bei 25 Euro monatlich zahlen Sie in 10 Jahren rund 3.000 Euro ein. Eine Implantat-Erstattung von etwa 2.500 Euro kann damit bereits 8 Jahre Beiträge ausgleichen.
Achten Sie auf die Erstattungshöhe für Zahnersatz: Basis-Tarife erstatten 70 bis 75 Prozent, Premium-Tarife bis zu 100 Prozent. Wichtig ist auch die Zahnstaffel, die in den ersten Jahren die Leistung begrenzt, typischerweise auf 1.000 Euro im ersten, 2.000 Euro im zweiten und 3.000 Euro im dritten Jahr. Prüfen Sie die Wartezeiten: Standard sind 8 Monate, einige Tarife bieten Sofortschutz. Wer regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung geht, sollte auf eine entsprechende Erstattung achten. Manche Tarife zahlen bis zu 200 Euro jährlich dafür.
Tarife mit Altersrückstellungen haben den Vorteil, dass die Beiträge im Alter nicht so stark steigen. Ein Teil Ihrer Beiträge wird angespart, um spätere Kostensteigerungen abzufedern. Allerdings sind diese Tarife in jungen Jahren teurer als Tarife ohne Altersrückstellungen. Die Entscheidung hängt von Ihrer Situation ab: Wer langfristig plant und stabile Beiträge bevorzugt, profitiert davon. Wer flexibel bleiben möchte oder unsicher ist, ob die Versicherung langfristig behalten wird, wählt besser einen Tarif ohne Altersrückstellungen mit niedrigerem Einstiegspreis.
Selbst ansparen kann sinnvoll sein, wenn Sie nur geringen Behandlungsbedarf erwarten und mit der Regelversorgung zufrieden sind. Bei 20 Euro monatlich haben Sie nach 5 Jahren etwa 1.000 bis 1.050 Euro angespart. Das reicht für kleinere Behandlungen, aber nicht für ein Implantat mit Kosten von 3.000 Euro. Der durchschnittliche Eigenanteil pro Zahnersatz-Behandlung liegt bei rund 1.100 Euro. Wer hochwertigen Zahnersatz wünscht, ist mit einer Versicherung in der Regel besser abgesichert, da unvorhergesehene hohe Kosten abgefedert werden.
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